Der Begriff „Normalsichtigkeit“ (Emmetropie) ist der gegensätzliche Begriff von „Fehlsichtigkeit“ (Ametropie), beide bedeuten eine Abweichung der physiologischen Norm.

Eine Refraktion wird durchgeführt, wenn genaue Ergebnisse für die Herstellung von Brillengläsern oder Kontaktlinsen benötigt werden.

Wie funktioniert eine Refraktion?

Generell lassen sich zwei Arten der Refration unterscheiden:

  • Objektive Refraktion: Wird ohne Befragung des Kunden durchgeführt, meistens mit einem Autorefraktometer
  • Subjektive Refraktion: Wird mit Auskunft des Kunden durchgeführt. Untersuchungsmittel sind die Messbrille und der Phoropter.

Die objektive Refraktion basieren meist auf der Infrarot-Projektion eines Objektes auf den Augenhintergrund,
dessen sicht- oder messbares Bild mit Hilfe vorgeschalteter Linsen scharf gestellt wird.
Autorefraktometer sind Geräte, die Projektion und Scharfstellung mit Photosensoren und Bildverarbeitung selbsttätig durchführen.
Sie erfordern eine kurze Einarbeitung bei der Bedienung und sind schnell.

Die Ergebnisse der objektiven Refraktion können durch verschiedene Einflüsse verfälscht werden:

  • kleiner Lidspalt
  • kleine Pupille
  • trübe Augenmedien (Grauer Star, Glaskörpertrübung, Hornhautschwellung)
  • Akkomodation (das Auge stellt sich nicht auf die Ferne ein)

Zur Bestimmung Ihrer Brillengläser oder Kontaktlinsen wird die objektive Refraktion daher nur als Voruntersuchung verwendet.
Ausnahmen sind, wenn die zu untersuchende Person keine verlässlichen Angaben machen kann.

Bei der subjektiven Refraktion wird die Bildschärfe und der Einfluss weiterer Elemente (wie z.B. Medikamente, Diabetis, Schilddrüsenerkrankung uvm.) auf die Wahrnehmung berücksichtigt. Sie kann mit und ohne vorheriger Bestimmung der objektiven Refraktion erfolgen.

Dem Kunden werden systematisch verschiedene Gläser vorgehalten und nach einer Verbesserung oder Verschlechterung des Seheindrucks gefragt. Dabei werden Sehzeichen (Landoltringe oder Optotypen), die auch für die Bestimmung der Sehschärfe verwendet werden, als Objekte zur Betrachtung angeboten (Snellen Sehtest).
Die Untersuchung wird solange durchgeführt, bis keine Verbesserung der Sehschärfe mehr erzielt wird. Der Brechwert der ausgewählten Gläser ist dann unter Berücksichtigung der Untersuchungsentfernung die subjektive Refraktion.
Die Untersuchungsentfernung wird für die Ferne immer ab 5 Meter gemessen. Die Nahüberprüfung ist je nach Kundenbefragung und Kundenwunsch variabel.

 

Hyperopie (Übersichtigkeit), Myopie (Kurzsichtigkeit), Astigmatismus (im Volksmund Hornhautverkrümmung) und Presbyopie (Altersichtigkeit)
sind keine Krankheiten, sondern lediglich optische Mängel durch Abweichungen im Aufbau des Auges.

 

Kinderaugen sind unsere Zukunft!

Lassen Sie Ihr Kind regelmässig von einem Augenarzt untersuchen. Kinderaugen wachsen und verändern sich stetig.
Regelmässige, kostenfreie Sitzüberprüfung der Kinderbrille, und natürlich auch Ihrer Brille, ist eine Selbstverständlichkeit bei uns.

 

Eine Refraktion darf nur durch ausgebildetes Personal (Bachelor, Augenoptikermeister, Master) durchgeführt werden.
Augenoptikerauszubildende und Augenoptikergesellen sind nicht dazu ausgebildet!

Eine Refraktion ist eine Dienstleistung, keine Serviceleistung. Die spezielle Ausbildung erlernt der Augenoptiker erst nach der Ausbildung in einem
weiterführenden Studium.

 

Wussten Sie schon, dass…

– 19 Prozent der Nicht-Brillenträger eine Brille und elf Prozent der Brillenträger neue Gläser bräuchten?

Schätzungsweise ein Drittel der Verkehrsteilnehmer – hier sind alle Altersklassen einbezogen – würde einen erneuten Führerscheinsehtest nicht bestehen!
Von den mehr als 2,5 Millionen Verkehrsunfällen im Jahr 2015 auf Deutschlands Straßen war fast jeder neunte Unfall eine Folge von Sehdefiziten!

Ob Schnelltest oder tiefgründige Augenglasbestimmung.
Lassen Sie sich daher alle zwei Jahre, wie Ihr Auto im TÜV-Rhythmus, bei einem kostenfreien Schnelltest (Objektive Refraktion) von uns testen!
SEHTEST JETZT!